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Silva Nigra

Artikelnummer: MVSR2534

Komponist: Markus Götz Musikrichtung: Konzertwerk Schwierigkeitsgrad: Oberstufe Spielzeit: 00:10:54

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Die Protagonisten der sinfonischen Bläsermusik stehen heute in einem gewissen Spannungsfeld inhaltlicher und formaler Orientierungsschwierigkeiten. Modernisten, die ihr Schaffen in der experimentellen Fortentwicklung der Tradition der 2. Wiener Schule um Schönberg sehen, versuchen, die Bläsermusik an Strömungen zeitgenössischer Musik anzukoppeln und müssen dabei erleben, dass das Publikum ihre Musik genau so wenig annimmt, wie die Hörer sogenannter klassischer Konzerte die extreme Moderne zu lieben bereit sind. Andere Komponisten versuchen, eine gewisse Breitenwirkung zu erzielen, indem sie im "mainstream" von Rock- und Popmusik mittreiben und versuchen, diese dem Blasorchester anzubequemen. Beliebt sind auch Adaptationen der Musik von John Williams oder Henry Mancini. Ein vierter Weg ist die Anknüpfung an thematische, harmonische und klangliche Strukturen, wie man sie bei Richard Strauss oder Gustav Mahler findet und die Übertragung solcher Kompositionsprinzipien auf das moderne Bläserorchester. Komponisten, die diesen Weg gehen, müssen nicht a priori als traditionsverhaftete Imitatoren angesehen werden, da genau diese musikalische Stilepoche in der sinfonischen Bläserliteratur unterrepräsentiert ist und die klanglichen und interpretatorischen Möglichkeiten spätromantischer oder impressionistischer Werke noch gar nicht recht erkannt worden sind. Markus Götz knüpft in seinem Werk „Silva Nigra“ an eben die letztgenannten Traditionen an. In jedem Takt seines Werkes spürt man, dass er nicht nur ein Könner im Umgang blasmusikalischer Parameter ist, sondern auch ein glänzender Pädagoge sein muss , der genau weiß, wie Amateure oder Jugendliche überhaupt an Musik herangeführt werden können und zu welcher Ausdrucksintensität sie fähig sind. Das Werk entstand als Auftragskomposition der Trachtenkapelle St. Märgen im Schwarzwald. Der Komponist schreibt zu seinem Werk: „In Form eines musikalischen Bilderbogens sollen Impressionen aus der Gegend um St. Märgen musikalisch kommentiert werden.“ Die einzelnen Teile sind mit „Der Tag erwacht“ - „Ein Morgen voller Nebel“ - „Der Nebel löst sich auf“ - „Blick ins Tal“ - „Auf zur großen Wanderung“ - „Begegnung am Kloster“ -„Besuch auf dem Rossfest“ überschrieben. Über einem schwebend-schwirrenden Beckenwirbel erklingt zu Beginn ein süß-melancholisch anmutendes Rufmotiv im Waldhorn, das, bald von der Trompete kanonisch kommentiert, zum Hauptthema der gesamten Komposition wird. Auf diesem Schwarzwaldmotiv basiert das ganze Werk als große Variationsform. Es erfährt in mannigfacher Weise Abwandlungen und Umdeutungen. Götz nutzt Elemente des Volksliedes und des psalmodierenden gregorianischen Chorals, um die verschiedenen Szenen anschaulich zu machen. Tänzerische Teile kontrastieren mit Passagen in einem ausdrucksvollen religiösen Duktus. Es werden klanglich Naturgeräusche dargestellt, bei denen natürlich der berühmte Schwarzwaldkuckuck nicht fehlen darf. Alles bleibt jedoch einer strengen Form verhaftet ohne ins Sentimentale oder in bloße Lautmalerei abzudriften. Über dem gesamten Werk schwebt immer die Ruhe des vielgerühmten Schwarzwaldes, der in einer kurzen Passage, in der die Musiker ihn singend loben, besondere Erwähnung findet. Dieses Werk im Schwierigkeitsgrad der Oberstufe drückt nicht nur ein landschaftsgebundenes Kolorit aus, sondern kann auch zu einer Bereicherung jedes Bläserkonzertes beitragen.

Stil/Genre: Konzertant
Schwierigkeitsgrad: Oberstufe | 5
Dauer: 9-10 Minuten

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